Informationen rund um die Infrarotheizung

Die Infrarotheizung – das innovative Heizsystem!

Wer mit Infrarotheizelementen heizt, entscheidet sich nicht einfach nur für Strom als Energieträger statt Öl oder Gas; er setzt auch auf eine völlig andere Art des Heizens. Im nachfolgenden, dreieinhalb-minütigen Video werden die Technik und Vorteile der Infrarotheizung anschaulich und leicht verständlich erklärt:  


Vergleich - Infrarotheizung vs. konventionelle Heizsysteme

Herkömmliche Wohnungsheizungen – meist ausgeführt als Zentralheizungen mit dem Medium Wasser als Wärmeträger – nutzen i. d. R. den Energiegehalt fossiler Energieträger zur Erzeugung von Wohnraumwärme und Warmwasser. Sie nutzen die sog. Konvektion, d. h. am Wärmetauscher (Heizkörper) wird die Raumluft aufgeheizt und steigt nach oben, während sie an den kälteren Wandflächen nach Abkühlung wieder nach unten sinkt. Auf diese Weise erwärmt sich allmählich die gesamte Raumluft. Nachteil bei allen Konvektionsheizungen sind die durch diese Luftzirkulation entstehen Verwirbelungen, welche Staubpartikel im gesamten Raum verteilen, was insbesondere für Allergiker problematisch sein kann. Zudem empfindet der Mensch Luftströmungen und Temperaturunterschiede im Raum als unangenehm. Ein weiterer Nachteil ist die zunehmende Austrocknung der Raumluft, was bei vielen Menschen das Wohlbefinden beeinträchtigt.

Demgegenüber sind Infrarotheizungen reine Strahlungsheizungen, welche sich das Prinzip der Sonne zu Eigen machen. Wer sich im Winter der Sonne aussetzt, dem wird warm, obwohl in seiner Umgebung Minustemperaturen herrschen. Ebenso wird beispielsweise die Wärme von Kachelöfen als sehr angenehm empfunden. Dies liegt an dem hohen Anteil von Strahlungswärme, welchen sie aussenden.

Infrarot-Strahlungsheizungen sind durch das angenehme Raumklima dem menschlichen Organismus wesentlich zuträglicher als alle anderen Heizsysteme.

Wie wirkt eine Infrarot-Strahlungsheizung?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Konvektionsheizungen erwärmen Strahlungsheizungen in erster Linie nicht die Raumluft, sondern alle festen Körper im Raum. Infrarot-Heizelemente erwärmen also Decken, Wände sowie Einrichtungsgegenstände, welche wiederum ihre Wärme an die Raumluft abgeben. Demzufolge entstehen also kaum Temperaturunterschiede und damit kaum Luftströme und Verwirbelungen. Ferner werden die Wände zunehmend getrocknet und erreichen eine gleichmäßige Oberflächentemperatur. Dadurch verbessern sich zum einen die Dämmeigenschaften der Wände und anderseits wird die Schimmelbildung – insbesondere in den Raumecken - vermieden. Ein weiterer großer Nachteil einer Konvektionsheizung sind die Lüftungswärmeverluste. Durch den Luftaustausch gehen große Teile der Wärmeenergie eines Raumes verloren, da die warme Luft gegen Kältere ausgetauscht wird.

Individuelles Heizen mit Wunschmotiv
Bei der Infrarot- Strahlungsheizung dagegen ist dieser Wärmeverlust durch Lüften deutlich geringer, weil einerseits die Raumluft nicht so hoch temperiert ist und andererseits Wände und Boden während des Lüftens kaum Wärme verlieren. Dadurch erreicht man schnell wieder den thermisch behaglichen Zustand des Raumes.
 

Wirtschaftlichkeit - Damit Sie auch morgen noch bezahlbar heizen können !

Infrarot-Heizsysteme erzeugen mit ihren Strahlungen eine behagliche Wärme und sorgen für ein gutes Raumklima. Sie sind ohne großen Aufwand kostengünstig zu installieren und verbrauchen meist weniger Energie als herkömmliche Heizanlagen. Beispielsweise hat man bei einer Infrarotheizung keinerlei Bereitschaftsverluste, wie sie beim Betrieb eines Heizkessels oder einer Therme entstehen – die Wärme wird dort erzeugt, wo sie gebraucht wird. Auch Wärmeverluste von wasserführenden Versorgungsleitungen entfallen.

Ferner entstehen bei einer Infrarotheizung – im Gegensatz zu einer konventionellen Heizung - keinerlei Wartungskosten.
 

Einsatzgebiete - Alt- und Neubau!

Wir empfehlen Infrarotheizsysteme insbesondere für Neubauten, vor allem dann, wenn man die Heizung mit einer Photovoltaik-Anlage und evtl. mit einem Batteriespeicher kombiniert. Außerhalb der Heizperiode, wenn man den erzeugten PV-Strom nur in begrenztem Umfang selbst verbrauchen kann, speist man den Überschuss ins Netz ein. Während der Heizperiode entnimmt man ihn wieder, so dass die Öko-Bilanz insgesamt neutral bleibt.

Ferner profitieren Infrarotheizungen von der aktuellen Klimapolitik. So müssen Neubauten bis zum Jahr 2016 so gut gedämmt sein, dass sie den Standard eines Passivhauses erfüllen. Auch Bestandsgebäude, die saniert werden, fallen dann unter diese Vorschrift. Da in solchen Neubauten der Energieverbrauch sehr niedrig sein wird, fallen bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung die variablen Verbrauchskosten weniger stark ins Gewicht, dagegen umso mehr die Anschaffungs-, Installations- und Betriebskosten einer Heizungsanlage. Hier sind die leicht zu installierenden und in der Anschaffung erheblich günstigeren Infrarotheizsysteme klar im Vorteil.

Doch auch wer einen Altbau saniert und sich möglicherweise eine neue, teure Heizungsanlage anschaffen muss, sollte über die wesentlich einfachere und damit kostengünstigere Infrarotheizung nachdenken. Die beim Einsatz einer Infrarotheizung gesparten Investitionskosten stehen für anderweitige Energiesparmaßnahmen (z. B. Dachdämmung, Fenstererneuerung etc.) zur Verfügung.
 

Nachtspeicheröfen durch Infrarotheizung ersetzen

Bis zum Jahr 2020 müssen in Deutschland alle Nachtspeicheröfen aus Gebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten verschwinden – das schreibt der Gesetzgeber vor. Auch hier sind Infrarotheizsysteme eine gute und kostengünstige Alternative.
 

Gesundheit und Behaglichkeit – die entscheidenden Kriterien !

Viele Nutzer von Infrarotheizungen schätzen das bessere Raumklima in Räumen, die mit Strahlungswärme beheizt werden. Dr. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern spricht in seiner Untersuchung vom 'Behaglichkeitsfaktor'. Dieser ist abhängig von:

· der Raumtemperatur
· der Strahlungstemperatur der Umgebung
· der Lufttemperaturverteilung
· der Luftbewegung
· und der relativen Luftfeuchte.

In all diesen Bereichen erreicht man mit Infrarotheizsystemen gute Werte. Das bestätigen auch die Bewohner der Wohnungen, die Dr. Kosack untersuchte - sie fühlten sich einfach wohler.

Infrarotstrahlung ist eine sehr gesunde Strahlung, die viele positive Wirkungen auf den Organismus hat. Vielen Menschen ist die wohltuende Wirkung einer Infrarotlampe bei Erkältungen oder auch rheumatischen Beschwerden bekannt.

Folgende Wirkungen werden der Infrarotstrahlung zugeordnet:

· Anregung des Stoffwechsels
· Anregung des Immunsystems
· Steigerung der Durchblutung
· Linderung bei verschiedenen Schmerzbeschwerden.

Die folgenden Ausführungen für den Infrarotbereich wurden teilweise aus der Zeitschrift 'Raum & Zeit', Ausgabe Nr. 144, Nov/Dez. 2006 übernommen. Es handelt sich um einen Artikel von Prof. Dr. Claus Meier:

Die Strahlungsheizung eröffnet als humane Alternative völlig neue Wege in der Heiztechnik. Als Gegenpol zur Konvektionsheizung nimmt sie eine Position ein, die dieser in jeder Hinsicht weit überlegen ist. Eine Strahlungsheizung funktioniert eben durch Strahlung und vor allem
durch niedrige Oberflächentemperaturen. Vorstellungen konvektiver Heiztechnik sind auf die Strahlungsheizung nicht übertragbar.

Die konvektiv ausgerichtete Heizanlagenpraxis und die DIN-Normen berücksichtigen die Vorzüge der Strahlungsheizung leider nicht. Im Gegenteil, sie wehren sich vehement gegen diese für den Menschen so segensreiche radiaktive Heiztechnik und forcieren lieber die für den Nutzer äußerst nachteiligen konvektiven Heizungen. Mit den üblich gewordenen Konvektionsheizungen wird leider eine widersinnige, energieaufwändige, Gesundheit gefährdende und äußerst kundenfeindliche Heiztechnik protegiert.

Die Heiztechnik der Zukunft heißt Strahlungsheizung; sie muss für temperierte Umfassungsflächen sorgen, die Raumlufttemperaturen laufen dann parallel nebenher und sind zweitrangig.

 

Gesamtkosten nach VDI 2067

Betrachtet man die Kosten für Raumheizung und Warmwassererzeugung nach der Norm VDI 2067 muss man die folgenden Gesamtkosten zugrunde legen:

Investitionskosten
Infrarot Heizsysteme sind in der Anschaffung günstig. Neben den geringen Anschaffungskosten kann man außerdem mit einem Raumgewinn sowie weniger Erstellungskosten planen. Es werden weder Heizungsanlage, Tank/Brennstoffraum noch Versorgungsleitungen benötigt.

Verbrauchskosten
Ein gleichmäßiges Raumklima bewirkt, dass die tatsächliche Temperatur subjektiv um 1 C° bis 3 C° wärmer empfunden wird. Das erlaubt eine entsprechende Absenkung der Raumlufttemperatur ohne Einbuße an Behaglichkeit und damit eine Energieeinsparung von 6% bis 18%.

Betriebsgebundene Kosten
Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor, der oft vernachlässigt wird, sind die Service- und Wartungskosten. Infrarotheizungen haben keine beweglichen Teile und sind dadurch langlebig. Service- und Wartungskosten entfallen komplett.

Exakte Abrechnung
In Mehrfamilienhäusern weiß man es zu schätzen, wenn genaue Einzelabrechnungen möglich sind. Jeder Mieter zahlt nur das, was er verbraucht.